Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e.V.
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16.07.2018 | Schüler vermessen den höchsten Kirchturm der Welt

Bei der zentralen Veranstaltung der Aktionswoche Geodäsie in Ulm konnten 100 Schülerinnen und Schüler selbst den Kirchturm des Ulmer Münsters vermessen. Durch Messung von Strecken und Winkel konnten die Junior-Geodätinnen und Geodäten bestätigen: Der Münsterturm hat eine Höhe von 161,53 Meter und ist nach wie vor der höchste Kirchturm der Welt. Die Aktionswoche Geodäsie findet vom 12. bis 20. Juli in ganz Baden-Württemberg statt und will insbesondere junge Leute für den vielseitigen Beruf des Geodäten begeistern.

"Geodätinnen und Geodäten sind Spezialisten für das Thema Geodaten. Und Geodaten sind elementarer Bestandteil der digitalen Zukunft," sagte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg bei der zentralen Veranstaltung am 13. Juli im Stadthaus in Ulm.

Die Gäste der zentralen Veranstaltung wurden vom Oberbürgermeister Gunter Czisch der Stadt Ulm im Stadthaus begrüßt. Die Staatssekretärin betonte in ihrer Ansprache wie wichtig die Arbeit von Geodätinnen und Geodäten in Wirtschaft und Verwaltung ist und in Zukunft auch sein wird. Sie ermunterte die anwesenden Schülerinnen und Schüler: "Kommt mit den Geodätinnen und Geodäten aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft ins Gespräch. Fachkräfte im Bereich Geodäsie werden dringend gesucht."

In einem spannenden Vortrag erklärte Ulrich Völter von der Firma intermetric GmbH wieviel Projekte in Ulm, um Ulm und um Ulm herum in Arbeit sind und wie mit höchster Präzision auf den Millimeter genau, zum Beispiel auf der Baustelle am Ulmer Bahnhof, vermessen wird. Besonders fasziniert waren die Schülerinnen und Schüler vom virtuellen Flug durch ein 3D-Modell der Vetterhöhle in der Nähe des Blautopfs, die mit einem Laserscanner vermessen wurde.

Auf dem Münsterplatz konnten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss gemeinsam mit der Staatssekretärin, Präsident Luz Berendt vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung und dem Oberbürgermeister der Stadt Ulm ausprobieren, was Geodäsie alles kann und wo sie überall eingesetzt wird.

Wie werden Strecken gemessen? Wie werden Höhen bestimmt? Wie kommen Gebäude in eine Karte? Was macht die Polizei bei einer Unfallaufnahme? Wo liegt Ulm auf der Deutschlandkarte? Wie sieht Ulm von oben aus? Was ist ein Tachymeter? Wie funktioniert messen mit GPS? All diese Fragen konnten die Junior-Geodätinnen und Junior-Geodäten nach ihrem erfolgreich beendeten Parcours beantworten.

"Mit unserer zentralen Veranstaltung heute in Ulm konnten wir nicht nur Schülerinnen und Schüler begeistern. Viele Menschen sind mit den Fachleuten ins Gespräch gekommen und haben sich interessiert unsere Stationen angeschaut." sagt Kathleen Kraus, Leiterin der Geschäftsstelle der Aktionswoche Geodäsie und selbst Geodätin: "In ganz Baden-Württemberg werden vom 12. bis 20. Juli über 100 Aktionen angeboten und auch die Kollegen in Bayern veranstalten zeitgleich ihre bayerische Woche der Geodäsie." 

Wo und wann weitere Aktionen angeboten werden, findet man auf der Internetseite: www.aktionswoche-geodaesie-bw.de

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